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Website für Handwerker erstellen lassen: was sie braucht, was sie kostet und was Sie sich sparen können

Illustration: Website für Handwerker erstellen lassen: was sie braucht, was sie kostet und was Sie sich sparen können

Was eine Handwerker-Website wirklich braucht, um Aufträge und Bewerbungen zu bringen, was sie kostet und wann ein Baukasten genügt. Ein ehrlicher Leitfaden.

Wenn ich mit Handwerksbetrieben über ihre Website spreche, höre ich fast immer denselben Satz: „Wir haben genug Arbeit, wir brauchen eigentlich keine Website.“ Und dann, zehn Minuten später: „Aber wir finden keine Leute.“ Oder: „Wir bekommen nur Anfragen von Leuten, die den billigsten suchen.“

Genau da liegt der Punkt. Eine Handwerker-Website ist selten dazu da, aus dem Nichts Aufträge zu erzeugen. Sie ist dazu da, die richtigen Aufträge und die richtigen Leute zu bringen, und die falschen auszusortieren, bevor sie Ihre Zeit kosten.

Hier ist, was eine Website für Handwerker wirklich braucht, was sie kostet und wo Sie sich Geld sparen können.

Zwei Zielgruppen, eine Website

Eine Handwerker-Website muss zwei sehr unterschiedliche Menschen überzeugen.

Den Kunden. Ein Bauherr, eine Hausverwaltung oder ein Gewerbekunde sucht einen Betrieb, der zuverlässig ist, im eigenen Gebiet arbeitet und weiß, was er tut. Er vergleicht drei, vier Betriebe auf dem Smartphone, oft abends. Wer dabei unprofessionell wirkt oder keine Fotos zeigt, fällt raus, egal wie gut die Arbeit ist.

Die Fachkraft. Ein Geselle, der über einen Wechsel nachdenkt, schaut sich Ihre Website an, bevor er sich bewirbt. Er will sehen, wie Ihr Team aussieht, mit welchem Material und Werkzeug Sie arbeiten, welche Projekte Sie machen und ob man sich einfach melden kann, ohne Anschreiben und Lebenslauf als PDF.

Viele Handwerker-Websites bedienen keine der beiden Gruppen gut. Sie zeigen ein Stockfoto mit Bauhelm, eine Liste von Leistungen und ein Kontaktformular mit zwölf Feldern.

Was auf eine Handwerker-Website gehört

Echte Fotos. Ihre Projekte, Ihr Team, Ihre Fahrzeuge, Ihre Werkstatt. Nichts überzeugt so stark wie ein Vorher-Nachher-Foto einer echten Baustelle. Stockfotos erkennt jeder sofort, und sie sagen: Hier gibt es nichts zu zeigen. Mein ernst gemeinter Tipp: Machen Sie ab heute auf jeder Baustelle drei Fotos mit dem Smartphone, bei gutem Licht, quer. In drei Monaten haben Sie mehr Material als jede Fotoproduktion.

Leistungen in der Sprache Ihrer Kunden. Der Kunde sucht nicht „Sanitärinstallation nach DIN“, sondern „Bad sanieren“ oder „Heizung tauschen“. Jede wichtige Leistung verdient eine eigene Seite mit Fotos, einem typischen Ablauf und den Fragen, die Kunden am Telefon immer stellen.

Ein klares Einsatzgebiet. Nennen Sie die Orte und Landkreise, in denen Sie arbeiten. Das hilft Google, Sie lokal einzuordnen, und es spart Ihnen Anfragen aus 200 Kilometern Entfernung.

Eine antippbare Telefonnummer. Oben, auf jeder Seite, auf dem Smartphone mit einem Fingertipp wählbar. Klingt selbstverständlich, fehlt aber erstaunlich oft.

Eine kurze Anfrage. Name, Telefon oder E-Mail, Ort, was gemacht werden soll, optional ein Foto. Mehr nicht. Jedes Pflichtfeld, das Sie nicht wirklich brauchen, kostet Anfragen. Ein Foto-Upload ist dagegen Gold wert: Sie sehen vor dem Rückruf, worum es geht.

Referenzen und Bewertungen. Echte Bewertungen aus Ihrem Google-Unternehmensprofil und, wenn möglich, Referenzprojekte mit Ort und kurzem Text. Bei Gewerbekunden zählen auch Zertifizierungen und Mitgliedschaften, etwa in der Innung.

Eine Karriereseite. Kein Stellenportal, sondern eine ehrliche Seite: wer Sie sind, wie ein Arbeitstag aussieht, was Sie bieten, und ein Formular, über das man sich in zwei Minuten meldet, gern mit Rückrufwunsch statt Anschreiben.

Ein vollständiges Impressum und eine Datenschutzerklärung. Für Handwerksbetriebe gehören je nach Gewerk auch Angaben zur zuständigen Kammer ins Impressum. Den genauen Inhalt prüfen Sie am besten mit Ihrer Kammer oder Rechtsberatung.

Was eine Handwerker-Website technisch braucht

Ihre Kunden suchen auf dem Smartphone, oft mit mittelmäßigem Empfang. Eine Website, die vier Sekunden lädt, verliert einen guten Teil davon, bevor er Ihr erstes Foto sieht. Deshalb:

  • Schnelle Ladezeit. Bilder in modernen Formaten und passenden Größen, keine automatisch startenden Videos, keine überflüssigen Skripte. Warum das auch Ihre Marke betrifft, steht in Ladezeit als Markensignal.
  • Lokales SEO. Seitentitel mit Leistung und Ort, strukturierte Daten zu Ihrem Betrieb (Name, Adresse, Telefon, Öffnungszeiten), überall dieselben Kontaktdaten.
  • Datenschutz ohne Stolperfallen. Selbst gehostete Schriften, kein Tracking ohne Einwilligung, ein Kontaktformular, das verschlüsselt sendet. Die Details stehen in der technischen DSGVO-Checkliste.
  • Pflege ohne Agentur. Neue Projektfotos und Stellenanzeigen müssen Sie selbst einstellen können, in fünf Minuten, ohne Entwickler.

Das Google-Unternehmensprofil gehört dazu

Für lokale Suchen wie „Elektriker Karlsruhe“ zeigt Google oft zuerst die Karte mit Unternehmensprofilen, dann erst die Websites. Ein vollständiges Profil mit echten Fotos, Kategorien, Einsatzgebiet und regelmäßigen Bewertungen ist deshalb mindestens so wichtig wie die Website selbst.

Beides muss zusammenpassen: dieselbe Telefonnummer, dieselbe Schreibweise des Namens, ein Link vom Profil auf die passende Seite. Und bitten Sie zufriedene Kunden direkt nach Abschluss um eine Bewertung, mit einem Link, nicht drei Wochen später.

Was eine Handwerker-Website kostet

Grob gibt es drei Wege:

Baukasten. Eine monatliche Gebühr, dafür machen Sie alles selbst. Gut für einen kleinen Betrieb, der vor allem über Empfehlung arbeitet und nur eine digitale Visitenkarte braucht.

Freelancer oder günstiges Paket. Ein Projektpreis, oft auf Basis eines Templates. Passt, wenn Sie Texte und Fotos selbst liefern und der Umfang klein bleibt. Fragen Sie, wem Website und Domain am Ende gehören.

Individuelle Website. Ein höherer Projektpreis, dafür Positionierung, Texte, Design und Technik aus einer Hand, und eine Website, die Ihnen gehört. Bei uns beginnt eine individuelle Website ab 3.900 €, als Festpreis nach einem kurzen Gespräch, und dauert in der Regel 2 Wochen. Was den Preis treibt, steht ausführlich in Was kostet eine Website?.

Wo Sie sparen können: bei Seiten, die niemand liest (eine lange Firmengeschichte), bei Funktionen, die niemand nutzt (ein Chat, auf den niemand antwortet), und bei der Fotoproduktion, wenn Sie selbst konsequent Baustellenfotos machen.

Wo Sie nicht sparen sollten: bei der mobilen Geschwindigkeit, bei klaren Texten zu Ihren Leistungen und bei der Frage, wem die Website am Ende gehört.

Woran Sie einen guten Anbieter erkennen

Stellen Sie vor dem Auftrag fünf Fragen:

  1. Wer schreibt die Texte? Wenn die Antwort „Sie“ lautet, wird das Projekt länger dauern als versprochen.
  2. Kann ich Fotos und Stellenanzeigen selbst einstellen? Lassen Sie es sich zeigen.
  3. Wem gehören Website, Domain und Konten?
  4. Was kostet der Betrieb im Jahr? Domain, Hosting, E-Mail, eventuelle Lizenzen.
  5. Was passiert mit meiner alten Website? Alte Adressen, die bei Google gefunden werden, brauchen Weiterleitungen, sonst verlieren Sie Besucher. Wie ein sauberer Umzug läuft, steht in der Relaunch-Checkliste.

Wann sich eine bessere Website lohnt

Eine neue Website lohnt sich für einen Handwerksbetrieb vor allem dann, wenn einer dieser Sätze stimmt:

  • Sie bekommen viele Anfragen, aber die falschen: zu klein, zu weit weg, nur Preisvergleich.
  • Sie wollen in ein neues Gebiet oder ein neues Gewerk wachsen.
  • Sie suchen seit Monaten Personal.
  • Ihre Arbeit ist deutlich besser als der Eindruck, den Ihre Website macht.

Wenn Sie wissen wollen, wo Ihre heutige Website steht, prüft unser Website-Audit in 3 Tagen Geschwindigkeit, mobile Bedienung, lokales SEO und Anfragestrecke und liefert einen priorisierten Plan, den Sie auch mit jemand anderem umsetzen können. Was eine neue Website bei uns umfasst, steht auf der Seite Website erstellen lassen, und wenn Ihre bestehende Website erneuert werden soll, auf der Seite Website-Relaunch.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website für Handwerker?

Das hängt vom Umfang ab: Ein Baukasten kostet eine monatliche Gebühr und Ihre eigene Zeit, eine individuelle Website einen einmaligen Projektpreis. Bei Unlockd beginnt eine individuelle Website ab 3.900 €, als Festpreis nach einem kurzen Gespräch, mit Texten, Design, Entwicklung, technischem SEO und Weiterleitungen Ihrer alten Adressen. Laufende Kosten sind vor allem Domain, Hosting und E-Mail.

Was muss auf eine Handwerker-Website?

Echte Fotos Ihrer Projekte und Ihres Teams, Ihre Leistungen in der Sprache Ihrer Kunden, ein klares Einsatzgebiet, eine antippbare Telefonnummer, ein kurzes Anfrageformular, Bewertungen oder Referenzen, eine Karriereseite und ein vollständiges Impressum. Alles muss auf dem Smartphone schnell laden, denn dort suchen die meisten Kunden.

Reicht ein Baukasten für einen Handwerksbetrieb?

Für einen kleinen Betrieb mit vollem Auftragsbuch, der vor allem auf Empfehlung arbeitet, oft ja. Sobald die Website Aufträge in einem bestimmten Gebiet bringen, Bewerbungen gewinnen oder höhere Preise rechtfertigen soll, stoßen Baukästen an Grenzen, und die Website gehört Ihnen nicht wirklich.

Wie finden mich Kunden aus meiner Region bei Google?

Über ein vollständiges Google-Unternehmensprofil mit echten Bewertungen und über Seiten auf Ihrer Website, die Leistung und Ort verbinden, etwa eine Seite pro Leistung mit Ihrem Einsatzgebiet. Dazu gehören korrekte Kontaktdaten überall gleich, strukturierte Daten zu Ihrem Betrieb und eine schnelle mobile Website. Eine Position garantiert das nicht.

Wie lange dauert es, eine Handwerker-Website erstellen zu lassen?

Bei Unlockd in der Regel 2 Wochen, wenn Fotos vorhanden sind und Feedback innerhalb von ein, zwei Tagen kommt. Die Texte schreiben wir nach einem Gespräch mit Ihnen. Am häufigsten verzögern fehlende Projektfotos ein Projekt, deshalb lohnt es sich, schon vorher auf Baustellen Fotos zu machen.