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Shopify oder WooCommerce (oder Shopware)? Die Shop-Entscheidung für Unternehmen

Illustration: Shopify oder WooCommerce (oder Shopware)? Die Shop-Entscheidung für Unternehmen

Shopify, WooCommerce oder Shopware: Kosten, Wartung, Rechtssicherheit, B2B-Funktionen und Umzug im ehrlichen Vergleich, und wann keines davon passt.

Wer einen Onlineshop plant oder seinen alten Shop ablösen will, landet fast immer bei denselben drei Namen: Shopify, WooCommerce, Shopware. Und bei Vergleichsartikeln, die meist von jemandem geschrieben sind, der eine der drei verkauft.

Ich will offen sein: Wir bauen Shops mit Shopify. Aber ich rate nicht jedem dazu, und hier steht, wann ich es nicht tue.

Die drei Optionen in einem Satz

  • Shopify ist eine gehostete Shop-Plattform: Sie mieten das System, der Anbieter kümmert sich um Technik, Sicherheit und Checkout.
  • WooCommerce ist eine kostenlose Erweiterung für WordPress: Sie betreiben den Shop selbst, auf Ihrem Hosting, mit Plugins.
  • Shopware ist ein Shopsystem aus Deutschland, in Cloud- und selbst gehosteten Varianten, stark im Mittelstand und im B2B.

Shopify: der sichere Standard

Stärken:

  • Keine Technikpflege. Hosting, Sicherheit, Updates und Checkout übernimmt Shopify. Der Shop bricht nicht, weil ein Plugin ein Update bekommen hat.
  • Schneller Start. Ein Standard-Shop ist bei uns in 3 bis 4 Wochen live, wenn Produktdaten und Fotos bereitstehen.
  • International. Mit Shopify Markets verkauft ein Shop in mehreren Währungen und Sprachen, mit eigenen Versandzonen.
  • Kundenkonten mit Bestellhistorie und Sendungsverfolgung, die Ihrem Team die täglichen „Wo ist meine Bestellung?“-Nachrichten ersparen.
  • Ihr Team kommt allein zurecht. Produkte, Preise, Rabatte und Lager pflegt man ohne Entwickler.

Schwächen:

  • Laufende Gebühren. Ein monatlicher Tarif, Zahlungsgebühren und kostenpflichtige Apps summieren sich. Rechnen Sie das für Ihren erwarteten Umsatz durch.
  • Grenzen der Plattform. Sehr spezielle Prozesse, etwa komplexe B2B-Preislogik, Konfiguratoren oder ungewöhnliche Checkout-Schritte, gehen nur mit Apps, Workarounds oder höheren Tarifen.
  • Abhängigkeit. Sie mieten. Produkte und Kunden lassen sich exportieren, das Theme aber nicht einfach auf ein anderes System mitnehmen.

Passt, wenn: Sie eine Marke mit überschaubarem Katalog sind, schnell starten wollen und kein eigenes Technikteam haben.

WooCommerce: flexibel, aber Ihre Verantwortung

Stärken:

  • Keine Lizenz für das Grundsystem, volle Kontrolle über Code und Server.
  • Riesiges Plugin-Angebot für fast jede Funktion.
  • Shop und Inhalte in einem System, wenn Sie ohnehin stark mit WordPress arbeiten.

Schwächen:

  • Sie betreiben alles selbst: WordPress, Theme, WooCommerce und jedes Plugin müssen laufend aktualisiert werden, und Updates können sich gegenseitig stören. Bei einem Shop heißt ein Fehler: keine Bestellungen.
  • Sicherheit. Veraltete Plugins sind eines der häufigsten Einfallstore, und ein Shop verarbeitet Kundendaten.
  • Geschwindigkeit. Mit wachsendem Katalog und vielen Plugins wird ein WooCommerce-Shop oft langsam, wenn das Hosting nicht mitwächst.

Passt, wenn: Sie bereits ein erfahrenes WordPress-Team oder einen verlässlichen Dienstleister haben und die Kontrolle wichtiger ist als der Pflegeaufwand. Was diese Pflege über die Jahre kostet, steht in die versteckten Kosten von WordPress.

Shopware: stark im deutschsprachigen Raum

Stärken:

  • B2B-Funktionen, komplexe Kataloge, Kundengruppen und Preislogik, wie sie im Mittelstand üblich sind.
  • Herkunft und Ökosystem in Deutschland, mit vielen spezialisierten Agenturen und Erweiterungen für den deutschen Markt.
  • Flexibilität für individuelle Prozesse.

Schwächen:

  • Aufwand und Budget. Einrichtung und Weiterentwicklung brauchen meist eine spezialisierte Agentur, und je nach Edition fallen Lizenzkosten an.
  • Komplexität. Für eine kleine Marke mit fünfzig Produkten oft mehr System als nötig.

Passt, wenn: Sie ein mittelständischer Händler oder Hersteller mit B2B-Kunden, großem Katalog und langfristigem Entwicklungsbudget sind. Shopware bauen wir nicht; wenn es zu Ihnen passt, sagen wir Ihnen das.

Die Fragen, die die Entscheidung tragen

  1. Wie viele Produkte und Varianten haben Sie, und wie komplex sind die Preise?
  2. Verkaufen Sie an Verbraucher, an Unternehmen oder an beide?
  3. Wer pflegt den Shop im Alltag, und wer kümmert sich um die Technik?
  4. In welche Länder verkaufen Sie, in welchen Sprachen und Währungen?
  5. Welche Systeme müssen angebunden werden: Warenwirtschaft, Buchhaltung, Versand, Marktplätze?
  6. Was ist Ihr Budget für den Start und für die nächsten drei Jahre?

Wenn die Antworten „überschaubarer Katalog, vor allem Endkunden, kleines Team, wenig Technik“ lauten, ist Shopify fast immer die richtige Wahl.

Eine Rechnung, die Sie selbst machen sollten

Vergleichen Sie nicht nur den Startpreis, sondern drei Jahre Betrieb. Legen Sie für jede Option nebeneinander:

  • Einrichtung: Projektpreis für Design, Einrichtung, Import und Integrationen.
  • Plattform: monatlicher Tarif oder Lizenz, bei WooCommerce stattdessen das Hosting, das Ihr Shop wirklich braucht.
  • Transaktionen: Zahlungsgebühren bei Ihrem erwarteten Umsatz.
  • Erweiterungen: Apps oder Plugins mit Jahreslizenz.
  • Pflege: Stunden pro Monat für Updates, Fehler und Änderungen, multipliziert mit dem Stundensatz, den Sie dafür zahlen.

Die letzte Zeile entscheidet oft. Ein lizenzfreier Shop, der jeden Monat Entwicklerzeit braucht, ist über drei Jahre selten der günstigste.

Rechtliches: Pflichten für Shops in Deutschland

Unabhängig von der Plattform braucht ein Shop für deutsche Verbraucher unter anderem Impressum, AGB, Widerrufsbelehrung und -formular, Datenschutzerklärung, korrekte Preisangaben mit Grundpreisen, Versandkosten und eine Bestellschaltfläche mit eindeutiger Beschriftung. Kauf- und Checkout-Strecken für Verbraucher können außerdem unter das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz fallen; mehr dazu in Barrierefreie Website nach BFSG.

Wir bauen die technischen Pflichtstellen ein und gestalten den Checkout barrierefrei. Die Rechtstexte selbst sollten von Ihrer Rechtsberatung oder einem spezialisierten Rechtstexte-Dienst kommen. Rechtsberatung leisten wir nicht.

Der Umzug: wo Shops Rankings verlieren

Wer einen bestehenden Shop umzieht, riskiert vor allem eines: Produkt- und Kategorie-URLs, die bei Google gut gefunden werden, liefern nach dem Umzug einen Fehler. Deshalb gehört zu jedem Wechsel ein vollständiges URL-Mapping, getestete 301-Weiterleitungen, übernommene Titel und Beschreibungen und ein Blick in die Search Console nach dem Launch. Die Grundlagen stehen in der Relaunch-Checkliste. Garantieren kann Rankings niemand, aber der Plan hält das Risiko klein.

Was es bei uns kostet

Ein Shopify-Shop beginnt bei Unlockd ab 4.900 €, als Festpreis nach einem kurzen Gespräch, und dauert in der Regel 3 bis 4 Wochen. Den Preis bestimmen Produkte und Varianten, Märkte und Sprachen, Integrationen und Design. Shopify-Tarif, Zahlungsgebühren und Apps zahlen Sie direkt an die Anbieter; die erwarteten laufenden Kosten stehen im Angebot.

Ehrlich gesagt: Einen fertigen Shopify-Shop als Referenz haben wir noch nicht veröffentlicht. Was wir zeigen können, sind Kataloge, Buchungen und Zahlungen aus anderen Projekten, etwa der dreisprachige Immobilienkatalog von Nekretnina.me oder Gutscheine und Online-Kasse bei Relax Club.

Wenn Ihr Prozess auf keine Plattform passt, ist Individualsoftware die bessere Antwort. Wie wir Shops bauen, steht auf der Seite Shopify-Shop erstellen lassen.

Häufige Fragen

Shopify oder WooCommerce: Was ist besser?

Für die meisten kleinen und mittleren Marken Shopify, weil Hosting, Sicherheit, Checkout und Updates beim Anbieter liegen und der Shop nicht bricht, wenn sich ein Plugin ändert. WooCommerce ist besser, wenn Sie bereits ein starkes WordPress-Team haben, maximale Kontrolle über Code und Server wollen und den Pflegeaufwand bewusst tragen.

Shopify oder Shopware: Was passt für ein deutsches Unternehmen?

Shopify passt für Marken, die schnell und mit überschaubarem Budget starten wollen und Standardprozesse im Verkauf haben. Shopware passt eher für größere Kataloge, komplexe B2B-Anforderungen und Unternehmen, die mit einer spezialisierten Agentur langfristig arbeiten. Beide sind in Deutschland verbreitet; entscheidend sind Prozesse, Budget und Team.

Was kostet es, einen Shopify-Shop erstellen zu lassen?

Bei Unlockd beginnt ein Shopify-Shop ab 4.900 €, als Festpreis nach einem kurzen Gespräch, und dauert in der Regel 3 bis 4 Wochen. Den Preis bestimmen Produkte und Varianten, Märkte und Sprachen, Integrationen und Design. Shopify-Tarif, Zahlungsgebühren und Apps zahlen Sie direkt an Shopify und die App-Anbieter.

Ist ein Shopify-Shop in Deutschland rechtssicher?

Technisch lässt sich ein Shopify-Shop für den deutschen Markt einrichten: Impressum, AGB, Widerrufsbelehrung, Datenschutzerklärung, Grundpreise, Pflichtangaben im Checkout und ein Cookie-Banner, wo nötig. Die Rechtstexte selbst sollten von Ihrer Rechtsberatung oder einem spezialisierten Rechtstexte-Dienst kommen; die Verantwortung liegt bei Ihnen als Händler.

Kann ich von WooCommerce zu Shopify wechseln, ohne Rankings zu verlieren?

Garantieren kann das niemand, aber das Risiko lässt sich klein halten. Produkte, Kunden und Bestellungen werden importiert, jede alte Produkt- und Kategorie-URL bekommt eine 301-Weiterleitung, Titel und Beschreibungen werden übernommen, und die Search Console wird nach dem Launch beobachtet. Der alte Shop bleibt bis zur Umstellung online.