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Website-Wartung: Was ein Wartungsvertrag kostet und was er enthalten sollte

Illustration: Website-Wartung: Was ein Wartungsvertrag kostet und was er enthalten sollte

Was eine Website nach dem Launch kostet: Domain, Hosting, Lizenzen und Updates, was ein Wartungsvertrag enthalten sollte und wann Sie keinen brauchen.

Nach dem Launch kommt die Frage, die viele bei der Auftragsvergabe vergessen haben: Was kostet die Website eigentlich im Betrieb? Und dann liegt ein Wartungsvertrag auf dem Tisch, mit einer monatlichen Summe und einer Leistungsbeschreibung, die schwer zu bewerten ist.

Ich biete selbst Wartung an. Trotzdem sage ich vielen Kunden, dass sie keinen Vertrag brauchen. Hier ist, wie Sie die laufenden Kosten einer Website realistisch planen, was ein guter Wartungsvertrag enthält und wann Sie darauf verzichten können.

Die vier laufenden Kosten einer Website

1. Domain und E-Mail. Die Domain kostet jährlich einen kleinen Betrag. Geschäftliche E-Mail-Postfächer kommen pro Person und Monat dazu, je nach Anbieter.

2. Hosting. Hier gibt es die größte Spanne. Eine vorgerenderte Unternehmenswebsite passt oft in einen kostenlosen oder günstigen Tarif auf Plattformen wie Vercel. Eine WordPress-Website mit Datenbank, Plugins und viel Traffic braucht dagegen gutes, verwaltetes Hosting, das spürbar mehr kostet. Shops zahlen ihre Plattform, etwa Shopify, monatlich.

3. Lizenzen und Dienste. Premium-Plugins und Themes, ein CMS-Tarif, kostenpflichtige Schriften, Cookie-Banner-Dienste, WhatsApp-Nachrichten, KI-Nutzung. Einzeln klein, zusammen oft überraschend.

4. Arbeit. Updates, Sicherheit, Fehlerbehebung, kleine Änderungen, neue Seiten. Das ist der Teil, den ein Wartungsvertrag abdeckt, und der Teil, der am stärksten von der Plattform abhängt.

Warum die Plattform so viel ausmacht

WordPress ist bei der Erstellung oft günstig, im Betrieb aber arbeitsintensiv. WordPress selbst, das Theme und jedes Plugin bekommen regelmäßig Updates, und jedes Update kann mit einem anderen kollidieren. Veraltete Plugins sind eine der häufigsten Ursachen für gehackte Websites. Wer das ernst nimmt, braucht jeden Monat Entwicklerzeit. Zur Veranschaulichung: Zwei bis vier Stunden im Monat zu 75 € sind rund 1.800 bis 3.600 € im Jahr, dazu Lizenzen. Die Rechnung über fünf Jahre steht in die versteckten Kosten von WordPress.

Baukästen wie Wix oder Squarespace übernehmen Technik und Updates, dafür zahlen Sie dauerhaft eine Gebühr, und die Website gehört Ihnen nicht.

Vorgerenderte Websites, etwa mit Next.js gebaut, haben keine Plugin-Sammlung und kein öffentlich erreichbares Admin-Login auf der Website selbst. Abhängigkeiten müssen trotzdem gelegentlich aktualisiert werden, aber der Aufwand ist deutlich kleiner, und Inhalte pflegt Ihr Team im CMS ohne Entwickler.

Was ein guter Wartungsvertrag enthält

Ein Wartungsvertrag sollte schriftlich und konkret beantworten:

  • Updates. Was wird aktualisiert (System, Plugins, Abhängigkeiten), wie oft, und wird vorher getestet?
  • Sicherheit und Backups. Gibt es Backups, wie oft, wo liegen sie, und wurde die Wiederherstellung je getestet?
  • Überwachung. Merkt jemand, wenn die Website ausfällt oder ein Formular nicht mehr sendet, bevor Ihre Kunden es merken?
  • Änderungen. Wie viele Änderungen oder Stunden sind pro Monat enthalten, und verfallen sie?
  • Reaktionszeit. Wie schnell wird bei einem Ausfall reagiert, und wie bei einem normalen Änderungswunsch?
  • Was extra kostet. Neue Seitentypen, neue Funktionen, Relaunch.
  • Eigentum und Zugänge. Auf wen laufen Domain, Hosting und Konten?
  • Laufzeit und Kündigung. Wie lange sind Sie gebunden?

Ein Vertrag, der nur „laufende Pflege“ verspricht, ohne diese Punkte zu nennen, ist schwer zu bewerten und noch schwerer einzufordern.

Wann Sie keinen Wartungsvertrag brauchen

Ehrlich: Viele Unternehmenswebsites brauchen keinen. Sie können darauf verzichten, wenn

  • die Website vorgerendert ist und ohne Plugins auskommt,
  • Ihr Team Texte, Bilder und Beiträge selbst im CMS pflegt,
  • sich Struktur und Funktionen selten ändern,
  • Sie im Bedarfsfall einen Entwickler für ein kleines Festpreisprojekt beauftragen können.

Dann reicht es, ein- bis zweimal im Jahr einen Check zu machen und Änderungen bei Bedarf einzeln zu beauftragen.

Wann sich ein Vertrag lohnt

  • Die Website ist geschäftskritisch: ein Shop, ein Buchungssystem, eine Anfragestrecke, von der Umsatz abhängt.
  • Sie läuft auf WordPress mit vielen Plugins oder hat mehrere Integrationen (CRM, Branchensoftware, WhatsApp).
  • Sie brauchen regelmäßig Änderungen, die Ihr Team nicht selbst machen kann.
  • Sie wollen eine feste Ansprechperson, die die Website kennt, statt jedes Mal neu zu suchen.

So planen Sie Ihr Jahr

Machen Sie eine einfache Tabelle mit vier Zeilen: Domain und E-Mail, Hosting, Lizenzen, Arbeit. Tragen Sie für jede Zeile ein, was Sie heute zahlen, und für die Arbeit, wie viele Änderungen Sie im letzten Jahr wirklich gebraucht haben. Oft zeigt sich: Die meisten Kosten stecken in Lizenzen, die niemand mehr nutzt, und in Updates, die nur wegen der Plattform nötig sind.

Typische Kostenfallen nach dem Launch

Vier Muster tauchen bei Unternehmenswebsites immer wieder auf:

  • Hosting beim Dienstleister. Die Website liegt auf dem Server der Agentur, die Rechnung steigt jedes Jahr, und ein Umzug ist kompliziert, weil niemand die Zugänge herausgibt.
  • Lizenzen, die niemand mehr nutzt. Ein Slider-Plugin, ein Formular-Plugin, ein Backup-Plugin und ein Sicherheits-Plugin, jeweils mit Jahreslizenz, für Funktionen, die längst ersetzt sind.
  • Änderungen nach Stunden ohne Obergrenze. Eine neue Telefonnummer im Footer wird zur Stunde Arbeit, weil die Website nur von einer Person verstanden wird.
  • Kein Vertrag, aber volle Abhängigkeit. Formal brauchen Sie niemanden, praktisch kann niemand anderes die Website ändern.

Alle vier lassen sich vermeiden, wenn Konten auf Ihren Namen laufen, der Code dokumentiert ist und Ihr Team Inhalte selbst pflegen kann.

Fragen, bevor Sie einen Wartungsvertrag unterschreiben

  1. Was genau ist pro Monat enthalten, in Stunden oder Aufgaben?
  2. Wie schnell wird bei einem Ausfall reagiert?
  3. Wo liegen die Backups, und wann wurden sie zuletzt wiederhergestellt?
  4. Laufen Domain, Hosting und Konten auf meinen Namen?
  5. Wie lange ist die Laufzeit, und wie kündige ich?
  6. Was passiert mit meiner Website, wenn ich kündige?

Wie ich es handhabe

Bei Unlockd gehören Ihnen Code, Domain, Hosting-Konten und Inhalte vollständig. Laufende Kosten wie Domain, Hosting und E-Mail zahlen Sie direkt an die Anbieter, ohne Aufschlag und ohne Lizenzgebühr an uns. Support nach dem Launch ist in jedem Projekt enthalten.

Wer danach eine feste Ansprechperson für Updates und Änderungen will, bekommt einen Wartungsplan ab 150 € im Monat, mit schriftlich festgelegtem Umfang. Er ist optional; die Website läuft auch ohne ihn weiter. Größere Erweiterungen biete ich als eigenes kleines Projekt zum Festpreis an.

Wenn Ihre heutige Website vor allem wegen Plugins und Updates teuer ist, lohnt sich ein Blick auf einen Umzug von WordPress zu Next.js ab 2.900 €. Was eine neue Website insgesamt kostet, steht in Was kostet eine Website?, und unser Website-Audit zeigt in 3 Tagen, wo Ihre Website heute Geld und Anfragen kostet.

Häufige Fragen

Was kostet die Wartung einer Website im Monat?

Das hängt von Plattform und Umfang ab. Domain, Hosting und E-Mail kosten für eine Unternehmenswebsite oft nur wenig, dazu kommen Lizenzen und Arbeitszeit für Updates und Änderungen. Bei Unlockd beginnen Wartungspläne für Updates und Änderungen ab 150 € im Monat und sind optional, weil die Website Ihnen gehört und auch ohne Vertrag weiterläuft.

Was sollte ein Wartungsvertrag für eine Website enthalten?

Schriftlich: welche Updates gemacht werden und wie oft, ob Backups und Überwachung enthalten sind, wie viele Änderungen oder Stunden pro Monat inklusive sind, wie schnell bei einem Ausfall reagiert wird, was extra kostet, wem Zugänge und Daten gehören und wie man kündigen kann. Fehlt einer dieser Punkte, fragen Sie nach.

Brauche ich überhaupt einen Wartungsvertrag?

Nicht immer. Eine vorgerenderte Website ohne Plugins, die Sie selbst im CMS pflegen und die sich selten ändert, läuft oft lange ohne laufende Entwicklerarbeit. Ein Vertrag lohnt sich, wenn die Website geschäftskritisch ist, viele Plugins oder Integrationen hat oder Sie regelmäßig Änderungen brauchen, die Ihr Team nicht selbst machen kann.

Warum ist die Wartung von WordPress teurer?

Weil WordPress, Theme und jedes Plugin laufend aktualisiert werden müssen, Updates sich gegenseitig stören können und veraltete Plugins das häufigste Sicherheitsrisiko sind. Zur Veranschaulichung: Zwei bis vier Entwicklerstunden im Monat zu 75 € ergeben rund 1.800 bis 3.600 € im Jahr, plus Premium-Lizenzen. Eine vorgerenderte Website braucht davon deutlich weniger.

Wem gehören Zugänge und Daten bei einem Wartungsvertrag?

Ihnen, und das sollte im Vertrag stehen. Domain, Hosting, Repository und CMS sollten auf Ihren Namen laufen; der Dienstleister bekommt Zugang, nicht Eigentum. So können Sie jederzeit wechseln, ohne dass jemand Ihre Website als Pfand behält. Bei Unlockd laufen alle Konten auf Sie.