
Welche WordPress-Alternative zu welchem Unternehmen passt: Baukästen, Webflow, Shopify und Next.js mit Headless-CMS im ehrlichen Vergleich, mit Kosten.
„Gibt es eine gute Alternative zu WordPress?“ ist eine Frage, die ich fast jede Woche höre. Meist kommt sie nach einem bestimmten Erlebnis: einem Update, das die Website zerlegt hat, einer Sicherheitswarnung des Hosters, einer Rechnung für Plugin-Lizenzen oder dem fünften Versuch, eine neue Seite im Page-Builder so aussehen zu lassen wie geplant.
Die ehrliche Antwort: Es gibt mehrere gute Alternativen, und welche passt, hängt davon ab, warum Sie WordPress verlassen wollen. Hier ist der Vergleich, ohne Verkaufsbrille. Wir bauen selbst mit Next.js und Shopify; wo etwas anderes besser passt, sage ich das.
Zuerst: Warum wollen Sie weg?
Schreiben Sie den Grund auf, bevor Sie Alternativen vergleichen. Die häufigsten:
- Wartung. Plugins, Themes und WordPress selbst müssen laufend aktualisiert werden, und jedes Update kann etwas brechen.
- Geschwindigkeit. Page-Builder und viele Plugins machen Seiten schwer, besonders auf dem Smartphone.
- Sicherheit. WordPress ist das meistgenutzte CMS und deshalb das häufigste Angriffsziel, vor allem über veraltete Plugins.
- Gestaltung. Das Theme setzt Grenzen, und alles darüber hinaus wird zur Bastelei.
- Integrationen. CRM, Branchensoftware, Buchung, mehrere Sprachen: mit Plugins machbar, aber fragil.
Je nachdem, welcher Grund bei Ihnen überwiegt, ist eine andere Alternative die richtige. Wie sich diese Kosten über fünf Jahre summieren, habe ich in WordPress oder individuelle Website: die versteckten Kosten durchgerechnet.
Alternative 1: Website-Baukasten (Wix, Squarespace, Jimdo)
Was es ist: Gehostete Baukästen mit Vorlagen, in denen Sie die Website selbst zusammenstellen.
Stärken: Kein Server, keine Plugins, keine Updates, die Sie selbst machen müssen. Schnell online, einfache Bedienung, monatlicher Festpreis.
Schwächen: Sie mieten die Website. Kündigen Sie, ist sie weg, und ein Umzug bedeutet fast immer einen Neubau. Gestaltung, Geschwindigkeit, SEO-Details und Integrationen gehen nur so weit, wie der Anbieter es erlaubt. Mehrsprachigkeit und komplexere Strukturen werden schnell umständlich.
Passt, wenn: Sie eine digitale Visitenkarte brauchen und Kunden Sie nicht über die Website auswählen.
Alternative 2: Webflow
Was es ist: Ein visuelles Website-Werkzeug mit Hosting und eingebautem CMS, das Designern viel Kontrolle gibt.
Stärken: Saubere Gestaltung ohne Code, gutes CMS für Blog und Referenzen, keine Plugin-Pflege. Beliebt bei Marketing-Teams, die viele Landingpages selbst bauen.
Schwächen: Ebenfalls gemietet, mit Kosten pro Website und Tarif, die mit Funktionen steigen. Sobald Logik dazukommt, etwa eine Anbindung an Branchensoftware, ein Kundenportal oder komplexe Formulare, braucht es externe Dienste oder Workarounds.
Passt, wenn: Ihr Marketing-Team viel selbst gestalten will und die Website vor allem Inhalte zeigt.
Alternative 3: Shopify (für Onlineshops)
Was es ist: Eine gehostete Shop-Plattform. Die naheliegende Alternative zu WooCommerce.
Stärken: Hosting, Sicherheit, Checkout und Updates übernimmt Shopify. Der Shop bricht nicht, weil sich ein Plugin ändert. Verkauf in mehrere Länder, Kundenkonten mit Bestellhistorie, ein großes App-Ökosystem.
Schwächen: Monatliche Gebühren und Transaktionskosten, Apps kosten oft extra, und sehr spezielle Prozesse, etwa komplexe B2B-Preislogik, stoßen an Grenzen.
Passt, wenn: Ihr Hauptgeschäft online verkaufen ist. Den Vergleich mit WooCommerce und Shopware habe ich in Shopify oder WooCommerce? ausführlich beschrieben. Wie wir Shops bauen, steht auf der Seite Shopify-Shop erstellen lassen.
Alternative 4: Next.js mit Headless-CMS
Was es ist: Next.js ist ein Framework, mit dem ein Entwickler die Website baut. Die Inhalte liegen in einem Headless-CMS, in dem Ihr Team Texte, Bilder und Beiträge ohne Code pflegt. Die Website wird vorgerendert und über ein weltweites Netzwerk ausgeliefert.
Stärken:
- Geschwindigkeit. Jede Seite kommt als fertiges HTML, ohne Plugin-Ballast. Die Website von ANiX Fire Solutions erreicht in Lighthouse auf dem Desktop 100 für Performance, Best Practices und SEO.
- Weniger Wartung. Keine Plugin-Sammlung, die jede Woche Updates braucht.
- Kleinere Angriffsfläche. Kein öffentlich erreichbares Admin-Login auf der Website selbst, keine Plugins von Drittanbietern im laufenden Betrieb.
- Integrationen. CRM, Branchensoftware, Buchung, WhatsApp, mehrere Sprachen: Alles wird sauber eingebaut, nicht angeflanscht.
- Eigentum. Code, Repository und Hosting laufen in Ihren Konten. Ein anderer Entwickler kann jederzeit übernehmen.
Schwächen: Ohne Entwickler gibt es keine neuen Seitentypen oder Funktionen. Der Einstiegspreis liegt über einem Baukasten. Für einen kleinen Blog ohne Budget ist das zu viel.
Passt, wenn: Die Website ein wichtiger Kanal für Neugeschäft ist, schnell und sicher sein soll und mit anderen Systemen sprechen muss. Mehr dazu auf der Seite Next.js-Agentur.
Und wann sollten Sie bei WordPress bleiben?
Auch das gehört zur Ehrlichkeit. Bleiben Sie bei WordPress, wenn:
- Ihre Website gut gepflegt, schnell und sicher ist,
- Sie ein eigenes Team oder einen verlässlichen Dienstleister haben, der Updates macht,
- die Website vor allem redaktionelle Inhalte zeigt und selten neue Funktionen braucht.
Ein Wechsel ist kein Selbstzweck. Wenn WordPress bei Ihnen funktioniert, investieren Sie das Geld lieber in Inhalte.
Ein Wort zu Headless-WordPress: Manche Teams behalten WordPress nur als Redaktionssystem und bauen die sichtbare Website mit Next.js. Das kann sinnvoll sein, wenn eine große Redaktion an WordPress gewöhnt ist. Die Plugin-Pflege im Hintergrund bleibt dann allerdings, und Sie betreiben zwei Systeme statt einem.
Der riskante Teil ist der Umzug, nicht das Ziel
Egal wohin Sie wechseln: Die meisten Probleme entstehen beim Umzug. Alte Beiträge, Kategorieseiten, PDFs und Bild-Adressen, die bei Google gefunden werden, liefern nach dem Launch einen Fehler, und mit ihnen verschwinden Besucher und Positionen.
Deshalb gehört zu jedem Wechsel:
- ein vollständiger Crawl aller URLs plus die Daten aus der Search Console,
- ein Mapping jeder alten Adresse auf eine neue Seite,
- permanente 301-Weiterleitungen, vor dem Launch getestet,
- übernommene Titel und Inhalte dort, wo sie ranken,
- Monitoring der Search Console nach dem Launch.
Die vollständige Liste steht in der Checkliste für die Migration von WordPress zu Next.js. Rankings garantieren kann bei einem Umzug niemand, aber mit diesem Plan bleibt das Risiko klein.
Was der Wechsel kostet
Bei uns beginnt eine Migration von WordPress zu Next.js ab 2.900 €, ein Relaunch mit neuem Design ab 3.900 €, ein Shopify-Shop ab 4.900 €, jeweils als Festpreis nach einem kurzen Gespräch. URL-Mapping, Weiterleitungen und Monitoring nach dem Launch sind immer enthalten. Eine Unternehmenswebsite ist in der Regel in 2 Wochen umgezogen.
Danach zahlen Sie keine Plugin-Lizenzen mehr, und Hosting passt bei vielen Unternehmenswebsites in einen kostenlosen oder günstigen Tarif. Wie wir den Umzug angehen, steht auf der Seite WordPress zu Next.js migrieren. Und wenn Sie erst wissen wollen, ob sich ein Wechsel bei Ihnen überhaupt lohnt, beantwortet das unser Website-Audit in 3 Tagen.
Häufige Fragen
Was ist die beste WordPress-Alternative für Unternehmen?
Es gibt keine für alle. Für eine einfache Visitenkarte reicht ein Baukasten wie Wix oder Squarespace, für Marketing-Teams, die viel selbst gestalten, passt oft Webflow, für Onlineshops Shopify. Soll die Website Anfragen bringen, schnell sein und mit CRM oder Branchensoftware sprechen, ist Next.js mit einem Headless-CMS meist die stärkste Lösung.
Ist Next.js eine Alternative zu WordPress?
Ja, für Unternehmenswebsites oft die bessere. Next.js ist ein Framework, kein Baukasten: Ein Entwickler baut die Website, Ihr Team pflegt Inhalte anschließend in einem Headless-CMS ohne Code. Es gibt keine Plugin-Sammlung zu aktualisieren, die Seiten laden sehr schnell, und die Angriffsfläche ist deutlich kleiner.
Kann ich meine Inhalte ohne WordPress weiterhin selbst pflegen?
Ja. Bei Baukästen, Webflow und Shopify pflegen Sie Inhalte im jeweiligen Editor, bei Next.js in einem Headless-CMS mit vertrautem Editor für Texte, Bilder, Beiträge und SEO-Felder. Neue Seitentypen oder Funktionen brauchen bei Next.js einen Entwickler, der Alltag nicht.
Was kostet der Wechsel von WordPress?
Bei Unlockd beginnt eine Migration von WordPress zu Next.js ab 2.900 €, ein Relaunch mit neuem Design ab 3.900 €, ein Shopify-Shop ab 4.900 €, jeweils als Festpreis. URL-Mapping und Weiterleitungen sind enthalten. Danach entfallen Plugin-Lizenzen und Plugin-Wartung; Hosting passt oft in einen kostenlosen oder günstigen Tarif.
Verliere ich beim Wechsel weg von WordPress meine Google-Rankings?
Garantieren kann das niemand, aber das Risiko lässt sich klein halten. Die meisten Verluste entstehen durch alte URLs ohne Weiterleitung und gestrichene Inhalte. Jede indexierte URL wird deshalb vor dem Umzug gemappt und per 301 weitergeleitet, Titel und Inhalte werden übernommen, und die Search Console wird nach dem Launch überwacht.

